Die Geschichte der Burgruine
Die Burg ist wahrscheinlich im 12. Jahrhundert entstanden; erstmals erwähnt werden eine Burg Hiltegerichsperch und ihr mutmaßlicher Erbauer Ezili im Jahre 1112. Dieser hatte die Burg auf Besitz der Bischöfe von Bamberg errichtet, denen diese Ländereien 1010 von Kaiser Heinrich II. geschenkt worden sind. In der Folge wurden die Hauptvögte des Bamberger Bistums, die Grafen von Sulzbach, mit der Burg belehnt. Nachdem jedoch 1188 der letzte Sulzbacher ohne Erben stirbt, geht die Burg in den Besitz der Staufer über, genauer gesagt an Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Dieser hatte mit dem Bamberger Bischof ein Geheimabkommen geschlossen, der dem Kaiser im Todesfalle der Sulzbacher sowohl die Burg Hilgartsberg als auch die Burg Winzer sicherte. Barbarossa ertrinkt allerdings zwei Jahre später auf seinem Kreuzzug. Nach dem Tod seiner beiden Söhne Friedrich und Otto fiel die Burg 1226 an die Grafen von Ortenburg. Denen wiederum folgten 1248 die Wittelsbacher.
Die Schule der ehemaligen Gemeinde Hilgartsberg war bis 1970 dort untergebracht. Das Schulgebäude wurde an den Besitzer der Burggastwirtschaft verkauft. Heute ist die denkmalgeschützte Burganlage ein Anziehungspunkt für große und kleine Burgliebhaber.
Am 18. Dezember 1995 erwarb der Markt Hofkirchen die Burgruine Hilgartsberg vom Freistaat Bayern. Seit dieser Zeit führt der Burgförderverein alljährlich unter anderem die Burgfestspiele, eine Walpurgisnacht, einen Gartenmarkt und die Burgweihnacht durch.

Die traditionelle Burgweihnacht seit 1995
All diejenigen, die ein Stück bayerischen Brauchtums hautnah miterleben möchten, sollten sich einen Besuch der "Hilgartsberger Burgweihnacht" alljährlich am 1. Adventwochenende auf keinen Fall entgehen lassen. Der Tanz von Perchten und Brauchtumsgruppen und die romantische Atmosphäre dieses einzigartigen Weihnachtsmarktes sind ein seltenes Erlebnis. Der Christkindlmarkt wurde vom Burgförderverein 1995 ins Leben gerufen und hat sich zu einem Besuchermagneten entwickelt.
